Etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Kinder jedes Geburtsjahrganges zeigen ausgeprägte Lernprobleme trotz mindestens durchschnittlicher Intelligenz. Am häufigsten handelt es sich um Rechtschreibprobleme. Die Erfahrung zeigt, dass es sehr mühsam ist, mit diesen Kindern immer wieder Lesen oder Rechtschreibung zu trainieren.
Unser Gehirn arbeitet nicht stetig sondern in einer bestimmten Taktfolge mit Unterbrechungen. Deshalb können wir nur alle 20 bis 40 Millisekunden neue oder veränderte Sinnesreize aufnehmen und verarbeiten. Wird der Gehirntakt beschleunigt, so erhöht sich das Auffassungsvermögen und die Lernfähigkeit; ist er verlangsamt, so leiden diese Fertigkeiten.
Nach dem von Fred Warnke entwickelten Konzept wird in einem spielerischen Ablauf die „Taktfolge des Gehirns“ geprüft und mit den Normdaten anderer Kinder verglichen. Ist die Taktfolge verlangsamt, so spricht man von Automatisierungs-Störungen. Liegt diese vor, macht es wenig Sinn Lesen und Schreiben zu üben. Viel wirkungs- voller ist es, die Verarbeitungs-Geschwindigkeit des Gehirns mit dem Ziel zu trainieren, dass Lesen und Schreiben ohne grosse Anstrengung „funktionieren“.
Es handelt sich um ein Testverfahren welches die Fähigkeiten und Trainingschancen des Kindes feststellt und nicht dessen Defizite aufzeigt!
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